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Langzeitarbeitslose sind langsam genervt von Vorurteilen.

Eines der häufigsten Vorurteile, die Menschen ohne Arbeit begegnen: Langzeitarbeitslose sind ziel- und motivationslos. 63 Prozent der Betriebe in Deutschland schätzen die Arbeitsmotivation dieser Menschen als „schlecht“ ein. In Hinblick auf die Belastbarkeit sind es sogar 71 Prozent.* Dabei zeigen Untersuchungsergebnisse, dass Arbeitsuchende zielorientiert und motiviert sein können. Manchmal müssen Ziele aber wiederentdeckt und neu justiert werden.

Jeder Mensch benötigt eine konkrete und realistische Zielsetzung, um Motivation aufzubringen. Dies kann aber nur gelingen, wenn man eine Chance bekommt. Doch leider mangelt es häufig gerade in Unternehmen an der Bereitschaft, langzeitarbeitslosen Menschen Chancen zu eröffnen: 2016 waren lediglich 44 Prozent der Betriebe in Deutschland bereit, Langzeitarbeitslose einzustellen. Ein Drittel würde nur die Bewerber*innen berücksichtigen, die maximal zwölf Monate arbeitslos waren, und 14 Prozent der Betriebe geben an, Arbeitslose überhaupt nicht zu berücksichtigen.*

*Ergebnisse einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, veröffentlicht im IAB-Kurzbericht 12/2018


Ein Teufelskreis.

Langzeitarbeitslosigkeit wird häufig als selbst verschuldeter Makel bewertet. Wenige denken dann daran, wie schnell man in eine unverschuldete Notlage geraten kann.

Inszenierte Dokusoaps des Privatfernsehens zeichnen ein reißerisches Bild der Menschen, die von Leistungen des Jobcenters leben. Vorurteile werden aufgegriffen und überzeichnet. Das trägt dazu bei, dass sich diese Vorurteile immer weiter verfestigen und verbreiten. Kurzum: Es entsteht ein Teufelskreis, der die Chancenlosigkeit von Langzeitarbeitslosen verstärkt.


Das können wir tun.

Menschen, die lange ohne Arbeit waren, entsprechen nicht den Vorurteilen. Viele sind hoch motiviert, engagiert und teamfähig. Sie können dies aber nur dann zeigen, wenn sie auch eine faire Chance erhalten. Ausgrenzung und Stigmatisierung versperren den Menschen immer mehr Wege. Es liegt in unserer Verantwortung, soziale Teilhabe und soziale Beziehungen zu stärken, statt sie durch Vorurteile zu verhindern. Denn gerade Empfehlungen und soziale Kontakte sind entscheidend für eine erfolgreiche, dauerhafte berufliche Integration. Geben wir uns alle daher einen Ruck – und den Menschen eine faire Chance!

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Bildnachweise

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