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Pressemeldung – 12.09.2018

Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst im Jobcenter Wuppertal

Zainab El-Quarroumi, Florian Löprich, Zahra Al Hussainawi und Dilan Barwary blicken auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr als Bundesfreiwilligendienstleistende im Jobcenter Wuppertal zurück.

Seit dem 01.09.2017 ist das Jobcenter Wuppertal als erstes Jobcenter bundesweit Einsatzstelle im Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“. Vier junge Menschen machten den Anfang und leisteten Pionierarbeit als Freiwillige in zebera, der „Zentralen Erstantrags- und Beratungsstelle für Menschen mit anerkanntem Fluchthintergrund“ im Haus der Integration.

Wir haben sie gefragt, was sie dazu bewegt hat, ein Bundesfreiwilligenjahr zu absolvieren, was sie in diesem Jahr erlebt haben und welches Fazit sie am Ende ziehen konnten.

Warum haben Sie sich für den Bundesfreiwilligendienst entschieden?

Dilan Barwary: Nach der Schule war es mir wichtig, erstmal einen kleinen „Cut“ zu machen, was das ganze theoretische Wissen betrifft. Ich wollte mir fachliche Kenntnisse aneignen und diese Zeit als eine kleine Orientierung für meine spätere Berufswahl nutzen. Somit hat mich der Bundesfreiwilligendienst im Haus der Integration sehr angesprochen, zudem sind wir in diesem Bereich die ersten Bundesfreiwilligendienstleistenden bundesweit.

Zahra Al-Hussainawi:  Die 3 Wochen Schülerpraktikum haben nicht ausgereicht, um mir im Klaren zu werden, welchen Beruf ich später ausüben möchte. Der Bundesfreiwilligendienst ist eine gute Orientierungsphase.

Zainab El-Quarroumi: Nach der Schule wollte ich erstmal eine „Pause“ vom Lernen und dem gesamten Schulstress haben. Weiterhin wollte ich etwas Gutes tun und mit dem Bundesfreiwilligendienst einen kleinen Teil zur Gesellschaft beitragen. Mir war es wichtig, erst einmal einige Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln, um zu sehen, wie der Arbeitsalltag abläuft, bevor es wieder Richtung Studium oder Ausbildung geht.

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Wieso wollten Sie den Bundesfreiwilligendienst im Jobcenter Wuppertal absolvieren?

Zahra Al-Hussainawi: Es hat mich schon immer interessiert, wie die Arbeit in einer Behörde so abläuft. Die Mischung aus Verwaltung, Kundenkontakt und Organisation hat mich sehr angesprochen.

Zainab El-Quarroumi: Bei der Geschäftsstelle zebera des Jobcenters Wuppertal hat mich der Aspekt sehr interessiert, dass man sich hier nur um Geflüchtete mit anerkanntem Fluchthintergrund kümmert. Zudem fand ich es sehr interessant, einmal „hinter die Kulissen“ einer Behörde zu schauen und zu sehen, wie die einzelnen Anträge bearbeitet werden.

Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

Dilan Barwary: Es hat mir besonders gut gefallen, dass wir in alle verschiedenen Bereiche des Jobcenters hineinschnuppern konnten, sei es die Leistungsgewährung oder die Eingangszone. Auch extern haben wir viele Institutionen besucht und Interviews geführt.

Zainab El-Quarroumi: Mir hat besonders gut gefallen, dass wir in unserer Geschäftsstelle jedes Team kennenlernen durften. Auch darüber hinaus hatten wir im Rahmen einer Begrüßungswoche die Gelegenheit, Einblick in andere Abteilungen des Jobcenters zu bekommen. Außerdem durften wir verschiedene Schulungen besuchen, die uns sicherlich auch im weiteren Berufsleben zu Gute kommen werden.

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Ist ein Bundesfreiwilligendienst aus Ihrer Sicht sinnvoll?

Dilan Barwary: Aus meiner Sicht ist ein Bundesfreiwilligendienst sehr sinnvoll. Natürlich muss man sich im Vorfeld auf einen Bundesfreiwilligendienst einlassen und als eine gute Möglichkeit betrachten, sich in das Berufsleben einzufinden.

Zahra Al-Hussainawi: Aus meiner Sicht ist ein Bundesfreiwilligendienst sehr sinnvoll, zum einen weiß man danach, ob man sich vielleicht eher für ein Studium oder eine Ausbildung entscheidet und solch ein Dienst hinterlässt bei Bewerbungsgesprächen immer einen guten Eindruck.

Zainab El-Quarroumi: In diesem Jahr wächst man über sich hinaus und lernt einiges dazu, was man verpasst hätte, wenn man sofort in ein Studium oder eine Ausbildung gestartet wäre. Zudem lernt man einiges über verschiedene Berufsfelder. Somit kann man auch für sich selber „herausfinden“, was einem gefallen würde und was nicht.

Für die erbrachte Leistung, das großartige Engagement und den tollen Einsatz möchten wir uns bei unseren vier Bundesfreiwilligendienstleistenden Frau El-Quarroumi, Herrn Löprich, Frau Barwary und Frau Al Hussainawi (v.l.) recht herzlich bedanken und wünschen ihnen für den weiteren beruflichen Lebensweg viel Erfolg und persönlich alles Gute.

Haben auch Sie Interesse?

Die Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst im Jobcenter Wuppertal ist eine schöne Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren, sich für andere Menschen einzusetzen und auch die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

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Zu den Aufgaben gehört u.a.,  allen Kunden und Kundinnen im Haus der Integration eine Orientierungshilfe zu geben. Insbesondere in der großen Eingangszone, wo sowohl das Jobcenter Wuppertal als auch das gesamte Ressort Zuwanderung und Integration der Stadt Wuppertal vertreten sind, kommen immer wieder Fragen auf: „Wo finde ich meinen Ansprechpartner oder meine Ansprechpartnerin?“, „In welcher Zone kann ich mein Anliegen klären?“, „Wo kann ich meine Unterlagen abgeben?“ oder aber auch: „Wie kann ich einen Termin vereinbaren?“. Unsere Kollegen und Kolleginnen im Bundesfreiwilligendienst beantworten gerne Fragen unserer Kunden und Kundinnen oder unterstützen beim Ausfüllen von Unterlagen, händigen Fahrplanauskünfte aus (z.B. zu anderen Behörden und Institutionen) oder informieren über Hilfsangebote.

Wenn Sie sich ebenfalls engagieren wollen und Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst haben, dann bewerben Sie sich gerne. Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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  • Copyright:Rainer Hoelken
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  • Stadt Wuppertal

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