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Pressemeldung – 21.02.2019

Jobcenter Wuppertal blickt auf ein Rekordjahr zurück

Über 7.000 Menschen wurden in Arbeit und Ausbildung vermittelt.

Alle Unternehmensziele in 2018 erreicht

Eine mehr als positive Bilanz konnten die Verantwortlichen des Jobcenters Wuppertal für das Jahr 2018 ziehen. Alle wichtigen Unternehmensziele wurden erreicht und teilweise sogar deutlich übertroffen. Am erfreulichsten dabei sind die Erfolge in der beruflichen Integration: 2018 fanden 7.170 Menschen den Weg in sozialversicherungspflichtige Arbeit oder Ausbildung, das ist eine Steigerung von über 700 gegenüber dem Vorjahr.

Damit liegt die Integrationsquote des Jobcenters mit 20,9 % auf einem Allzeithoch. „Zum sechsten Mal in Folge konnten wir die  Integrationsquote gegenüber dem Vorjahr steigern“, freut sich Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Jobcenters. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass zunehmend auch Menschen von dieser Entwicklung profitieren, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Hier stieg die Integrationsquote von 15,1 auf 17,6 %.

v.l. Uwe Kastien (Vorstand für Finanzen und Personal), Dr. Stefan Kühn (Vorsitzender des Verwaltungsrats), Thomas Lenz (Vorstandsvorsitzender)

„Die Integration von Langzeitarbeitslosen ist oft ein langer Weg, aber am Ende zahlt sich aus, dass wir diese Menschen schrittweise an den Arbeitsmarkt heranführen“, zeigt sich Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal, überzeugt und verweist auf das breite Maßnahmeangebot des Jobcenters, das von sozialpädagogischen Angeboten über berufliche Bildung bis hin zu Beschäftigungszuschüssen reicht. „Wir lassen ganz bewusst die Schwächeren nicht zurück“, sagt Thomas Lenz und belegt dies mit der bundesweit einmaligen Aktivierungsquote von 31,5 %. Zum Vergleich: im Bundesschnitt erhielten nur 9,5 % der Leistungsberechtigten ein konkretes Förderangebot.   

Haus der Integration

Erfolgsgeschichte Integration von Geflüchteten

Stadt und Jobcenter haben von Anfang an die Zuwanderung von Geflüchteten als große Chance für Wuppertal betrachtet und im „Haus der Integration“ alle Angebote für diesen Personenkreis gebündelt. Gleichzeitig wurde ein umfassendes Integrationsnetzwerk geknüpft, dem Unternehmen, Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kammern und Ehrenämtler angehören. Die gemeinsamen Anstrengungen zahlen sich aus: 2018 wurden über 1.300 Menschen mit Fluchthintergrund in sozialversicherungspflichtige Arbeit und Ausbildung vermittelt, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. 

Integrationday im Oktober 2018

„Angesichts der guten Förderstruktur vor Ort und der hohen Motivation der Menschen bin ich überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte der sozialen und beruflichen Integration von Geflüchteten in Wuppertal auch in den nächsten Jahren weiter geht“, so Thomas Lenz. Dr. Stefan Kühn betont dabei die große Bedeutung des Jobcenters, das als wichtiger Motor bei der Integration von Geflüchteten agiert.


Wuppertal als Vorreiter beim sozialen Arbeitsmarkt

Von den insgesamt 15.000 Maßnahmeplätzen des Jobcenters waren 2018 rund 1.600 im Bereich der Beschäftigungsförderung angesiedelt. Diese Arbeitsplätze bieten vor allem arbeitsmarktfernen Menschen sinnstiftende Tätigkeiten im öffentlichen Interesse, z.B. bei der Pflege von Grünflächen, der Instandhaltung von Schulen oder der Betreuung von älteren Menschen im Quartier. „Es ist der Dreiklang von beruflicher Praxis, Qualifizierung und sozialpädagogischer Betreuung, der Menschen nach längerer Arbeitslosigkeit wieder Selbstvertrauen gibt“, so Dr. Kletzander, Vorstand Arbeitsmarkt & Kommunikation im Jobcenter.

Maßnahmeteilnehmer des Wichernhauses an der Nordbahntrasse

Von den Erfahrungen der letzten Jahre und dem breiten Netzwerk an Beschäftigungsträgern in der Region profitiert Wuppertal jetzt von der Einführung des Chancenteilhabegesetzes. „Mit dem neuen Gesetz wird eine lange sozialpolitische Forderung nach einem dauerhaften sozialen Arbeitsmarkt erfüllt. Allein in Wuppertal können wir damit mindestens 400 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen schaffen, die mehrere Jahre arbeitslos waren“, freut sich Dr. Stefan Kühn.  

v.l.: Thomas Lenz (Vorstandsvorsitzender), Dr. Andreas Kletzander (Vorstand für Arbeitsmarkt und Kommunikation)

Das Jobcenter Wuppertal versteht sich aber nicht nur als Arbeitsmarktdienstleister, sondern bekennt sich auch zu seiner gesamtstädtischen Verantwortung: „Wir betreuen rund 50.000 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und kennen daher ihre Bedarfe, was Wohnen, Bildung, Freizeit oder Gesundheit angeht. Diesen Menschen möchten wir nicht nur eine Stimme geben, sondern sie auch beteiligen an städtischen Entwicklungsprozessen“, begründet Dr. Kletzander das Engagement des Jobcenters in städtischen Initiativen wie dem Bündnis für Arbeit, dem Modellprojekt „Einwanderung gestalten“ oder die Mitarbeit am neuen Stadtentwicklungskonzept.

Jobcenter als moderner Dienstleister

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres 2018 war die Verbesserung innerbetrieblicher Prozesse und Strukturen. Mit der Einführung eines ganzheitlichen Beratungskonzeptes haben lebensweltliche Anliegen der Kunden an Bedeutung gewonnen, so dass Hindernisse für eine Arbeitsaufnahme schon frühzeitig ausgeräumt werden können. Darüber hinaus sind mit der Fertigstellung der neuen Geschäftsstelle in Vohwinkel nun alle acht Geschäftsstellen mit großzügigen Eingangszonen ausgestattet, was zu einer weiteren Verbesserung der Servicequalität geführt hat.

Kita Löwenkinder

Das Jobcenter hat 2018 eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern: „Im Wettbewerb um gute Mitarbeiter*innen positionieren wir uns bewusst als moderner Arbeitgeber, für den Familiensorge und Karriere kein Widerspruch sind“, so Uwe Kastien, Personalvorstand im Jobcenter und nennt beispielhaft die flexible Arbeitszeiten und die Ausweitung der Telearbeit. Ein weiterer großer Schritt zum familienfreundlichen Betrieb war 2018 die Einführung einer betrieblichen Kinderbetreuung mit neun  Plätzen in Elberfeld (Großtagespflege „miniarribas“) und bis zu 30 Plätzen in Oberbarmen (Kindertagesstätte „Löwenkinder“). 

Herausforderungen für 2019

„Teilhabe ermöglichen, Chancengleichheit stärken“ – unter diesem Motto steht für den Vorstand das Jahr 2019. Dabei setzt man zum einen auf Kontinuität, zum anderen aber auch auf neue Akzente, die die Teilhabechancen von benachteiligten Personen verbessern. Neben dem Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes wird das Jobcenter neue Beratungsangebote in den Quartieren installieren und dabei auch mit dem Jugendamt zusammen arbeiten.

Verstärkt in den Fokus rücken wird 2019 das Thema Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen. „Bei Menschen, die länger als vier Jahre arbeitslos sind, sind gesundheitliche Beeinträchtigungen meist das größte Hemmnis für eine Arbeitsaufnahme“, so Thomas Lenz. „Wir hoffen daher, dass wir den Zuschlag für das Bundesprogramm „rehapro“ erhalten, damit wir Beschäftigungsförderung mit sinnvollen Gesundheitsangeboten kombinieren können“.

Sorgen bereitet dem Vorstand die vergleichsweise geringe Integrationsquote von Frauen. „Frauen haben bisher unterdurchschnittlich von der guten Beschäftigungslage profitiert“, so Dr. Kletzander. Das betrifft vor allem Alleinerziehende und ältere Frauen ohne Familiensorge. „Hier müssen wir neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen dringend neue Wege gehen und Unternehmen dafür gewinnen.“ Ein Hebel dabei ist die Förderung von beruflicher Weiterbildung, für die in 2019 knapp vier Mio. Euro zur Verfügung stehen. Aber auch in der Kampagne „fair eingestellt“ hat die Bekämpfung von Frauenarbeitslosigkeit absolute Priorität. 

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