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Pressemeldung – 05.09.2019

Projekt UFER: Azubis lernen ihr Handwerk entlang der Wupper

Ausbildungsprojekt startet erfolgreich in die zweite Runde

Funken sprühen, rhythmisch tönen die Entrostungshämmer. Mittlerweile ist es für viele Wuppertaler ein vertrautes Bild, wenn die Azubis des Projekts UFER entlang des Wupperufers gelernte Techniken anwenden. Die Ausbildungsinitiative des Jobcenter Wuppertal und der GESA ermöglicht jungen Menschen eine neue berufliche Perspektive. Mit neun angehenden Malern und Lackierern ist UFER im August 2018 in die zweite Ausbildungsrunde gestartet. Das Ziel der neun jungen Frauen und Männer: Sich in drei Jahren den Gesellenbrief zum Maler und Lackierer zu erarbeiten.

Förderer, Partner und Träger am Alten Markt vereint

Am 4. September nahmen die Azubis einen neuen Geländerabschnitt am Alten Markt in Angriff – ein guter Anlass, um sich vor Ort von der Qualität der geleisteten Arbeit zu überzeugen. Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Jobcenters Wuppertal, Frank Meyer, Verkehrs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsdezernent, Ulrich Gensch, Geschäftsführer der GESA, Tom V. Kortmann vom Verein neue ufer wuppertal sowie Mathias Conrads, Geschäftsführer der Lackfabrik Dr. A. Conrads, trafen sich am Wuppergeländer. Die Azubis zeigten, wie mit Metallbürsten und schwerem Gerät alter Lack entfernt wird und wie eine gute Grundierung gelingt. Erst nach einigen Zwischenschritten kommt die neue Farbe drauf.

Klassische Berufsausbildung mit pädagogischer Unterstützung

UFER vereint außerbetriebliche Ausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung und folgt einem abwechslungsreichen Ausbildungsplan. In den Monaten mit mildem Wetter renovieren die Azubis die Geländer entlang der Wupper, während der Wintermonate lernen sie durch Praktika andere Malerbetriebe kennen. „Dieser Aufbau erwies sich als erfolgreich“, resümiert Ulrich Gensch, Geschäftsführer der GESA. „Viele Jugendliche nutzen die Praktika nicht nur, um ihre Fähigkeiten zu erweitern, sondern um konkrete Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Das erhöht die Chance, im Anschluss an die Ausbildung direkt in eine Beschäftigung zu wechseln“.

Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Wuppertaler Jobcenters, bestätigt die gute Kooperation aller Beteiligten: „Das Projekt UFER zeigt, welche Früchte eine erfolgreiche und von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Jobcenter und Trägern tragen kann. Es freut uns zu sehen, mit welchem Eifer die jungen Menschen die Chance eines zweiten Anlaufs zur Berufsausbildung nutzen.“ Dass das Projekt gut ankommt, zeigen auch Rückhalt und Unterstützung der Wuppertaler Wirtschaft. Derzeit spendet die Lackfabrik Dr. A. Conrads die im Projekt genutzten Rostschutzlacke. „Unser Familienunternehmen engagiert sich schon seit Jahrzehnten für das Gemeinwohl unserer Stadt. Es ist eine Freude, mit unseren Lackspenden etwas zum Projekt beitragen zu können“, so Geschäftsführer Mathias Conrads.

UFER blickt auf Erfolge zurück – und mit Zuversicht in die Zukunft

„UFER ist eines der erfolgreichsten Projekte, die vom Jobcenter gemeinsam mit der GESA und dem Wuppertaler Handwerk umgesetzt werden“, lobt Thomas Lenz die erfolgreiche Kooperation. Bereits die vorherige Ausbildungsrunde schloss das Projekt mit großem Erfolg ab. Von zwölf im März 2015 gestarteten Azubis erreichten acht das dritte Lehrjahr. Vier mussten die Lehre krankheitsbedingt oder aufgrund eines Umzugs abbrechen. Die Übrigen erzielten überdurchschnittlich gute Prüfungsergebnisse und konnten Ende 2018 mit einem Gesellenbrief in der Tasche ins Arbeitsleben starten. Ein ähnliches Ergebnis versprechen sich alle Beteiligten für die aktuelle Ausbildungsrunde. Die Fähigkeiten der Azubis lassen sich an den Geländern entlang der Wupper, dem Aufgang Kluse, am Toelleturm und nun auch am Alten Markt bewundern.

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