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Pressemeldung – 23.09.2020

Corona zum Trotz: Jobcenter Wuppertal startet umfangreiche Vermittlungsoffensive

Das Jobcenter Wuppertal will den positiven Trend am Arbeitsmarkt durch eine umfangreiche Vermittlungsoffensive verstärken

Bedingt durch die Corona-Krise sind auch in Wuppertal die Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Arbeit oder Ausbildung deutlich zurückgegangen. Waren es im ersten Halbjahr 2019 noch 3.200 Integrationen, so ging diese Zahl im Vergleichszeitraum 2020 auf knapp 2.000 zurück. Mittlerweile zeichnet sich eine leichte Erholung am Arbeitsmarkt ab. Das Jobcenter Wuppertal will diesen Trend durch eine umfangreiche Vermittlungsoffensive verstärken.

Besonders dramatisch waren die Einbrüche im Mai und Juni, die je nach Branche zwischen 40 und 90 Prozent lagen. Umso erfreulicher ist es, dass Unternehmen wieder verstärkt nach Arbeitskräften suchen, hat Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Jobcenters, beobachtet. „Wir wollen diesen Trend nutzen, um wieder mehr Menschen in Arbeit zu bringen. Dank eines differenzierten Förderangebotes können wir für jeden Arbeitssuchenden, aber auch für das einzelne Unternehmen die passgenaue Unterstützung liefern.“

Das Jobcenter hat dabei sein ohnehin schon breites Förderangebot erweitert. So ist die maximale Höhe des Eingliederungszuschusses an Unternehmen von 30 auf 50 Prozent erhöht worden. Aufgestockt worden ist auch die Umwandlungsprämie für Unternehmen, die einen Mini-Job in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umwandeln.

Corona-bedingt hat sich die Schaffung weiterer Arbeitsplätze nach dem Teilhabechancengesetz verlangsamt. „Aber auch hier spüren wir eine anziehende Nachfrage“, so Thomas Lenz und freut sich besonders über die 15 neue Stellen, die bei den städtischen Altenpflegeheimen jetzt eingerichtet wurden. Die Förderung von Stellen im kommunalen oder gemeinnützigen Bereich ist ein besonderes Anliegen von Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent und Verwaltungsratsvorsitzender des Jobcenters: „Mittlerweile arbeiten hier über 130 Menschen und leisten hier einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen, z.B. in der Parkreinigung, im Pflegebereich oder in der Nachbarschaftshilfe“. Insgesamt sind im Rahmen des Teilhabechancengesetzes bisher 400 Stellen geschaffen worden. Nicht zuletzt durch die Vermittlungsoffensive sollen bis Jahresende mindestens weitere 70 Stellen geschaffen und besetzt werden.    

Im Rahmen der Vermittlungsoffensive werden aber nicht nur Unternehmen gefördert. Arbeitsuchende werden von den Beratungsfachkräften und Jobcoaches intensiv begleitet. Dabei wird die Einzelberatung durch individuelle Module wie Bewerbungsmanagement, Schulung der digitalen Kompetenz, Stilberatung, berufsbezogene Sprachkurse oder Angebote der Gesundheitsförderung ergänzt. Insgesamt stehen 15 Module zur passgenauen Auswahl zur Verfügung.

Trotz aller Unterstützung wird nicht jede*r Arbeitsuchende sofort in den ersten Arbeitsmarkt einmünden, weiß Thomas Lenz. „Für diesen Personenkreis werden wir die Zeit nutzen, um sie in abschlussorientierte Fortbildungen oder Umschulungen zu vermitteln.“ Aber auch die Vermittlung in Ausbildung steht dieses Jahr im besonderen Fokus der Vermittlungsoffensive.

Hier gelangen Sie zu dem Artikel "Trotz Corona durchstarten in Ausbildung"
Herr Klaus Dietrich Koch
Teamleiter/in

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